Kontoauszug prüfen und aufbewahren

Irrtümliche oder unberechtigte Buchungen stornieren

11. Februar 2020

Der Kontoauszug gibt Ihnen einen detaillierten Überblick über sämtliche Kontobewegungen und den daraus resultierenden Kontostand. Als Kontoinhaber sollten Sie diese Auszüge regelmäßig prüfen. So können Sie falsche Buchungen fristgerecht stornieren und sich zugleich vor Betrügern schützen.

Lastschrift-Widerspruch am besten sofort erledigen

Die Handy- oder Stromrechnung per Einzugsermächtigung zu begleichen ist einfach und bequem. In der Regel laufen diese SEPA-Lastschriftverfahren unproblematisch. Um sicherzugehen, dass alle Abbuchungen – zum Beispiel von Ihrem Girokonto – korrekt sind, sollten Sie Ihre Kontoauszüge regelmäßig prüfen. Das geht entweder über Ihr Online-Banking oder indem Sie unsere Kontoauszugsdrucker nutzen. Melden Sie unberechtigte Abbuchungen sofort Ihrer Bank. Sie kann das Geld wieder zurückbuchen. Die Widerspruchsfrist beträgt für alle Lastschriften acht Wochen – auch für die, die Sie vorher bewilligt haben. Bei einer Stornierung müssen Sie während dieser Frist keine Gründe angeben.

Widerspruchsfrist von 13 Monaten beachten

Nach der Frist von acht Wochen ist es schwieriger, das Geld zurückzufordern. Dann müssen Sie konkret auf den Fehler des Abbuchenden hinweisen – zum Beispiel, wenn der Zahlungsvorgang fehlerhaft ist oder dieser von Ihnen nicht autorisiert wurde. In diesen Fällen haben Sie für den Widerspruch 13 Monate Zeit.

Fehlgeleitete Gutschriften zurückzahlen

Bei Gutschriften, die irrtümlich auf Ihrem Konto landen, sollten Sie sich nicht zu früh freuen und das Geld ausgeben. Wenn der Absender beispielsweise einen Zahlendreher in die Überweisung schreibt oder Kundendaten verwechselt, heißt das nicht, dass Ihnen das Geld zusteht. Folglich müssen Sie es zurückzahlen.

Kontoauszug und Zahlungsbeleg abgleichen

Wenn Sie mit Ihrer girocard oder Kreditkarte zahlen, erhalten Sie immer einen Zahlungsbeleg. Darauf stehen die Kontonummer, Informationen zum Empfänger, zu den Kartendaten und dem Betrag, der von Ihrem Konto abgebucht wurde. Gleichen Sie diese Belege mit Ihren Kontobewegungen ab. So können Bankkunden Abbuchungen leichter nachvollziehen. Bei einer Warenrückgabe im Einzelhandel hilft Ihnen der Beleg dabei, die Rückzahlung auf Ihr Konto zu überprüfen.

Kontoauszüge aufbewahren

Für Privatpersonen besteht keine Aufbewahrungspflicht für Kontoauszüge. Jedoch gelten Ausnahmen: Wenn Sie beispielsweise nachweisen wollen, dass Sie eine Rechnung bezahlt haben, sollten Sie den Kontoauszug drei Jahre archivieren. So lange gilt die Verjährungsfrist für Alltagsgeschäfte. Kontoauszüge oder Zahlungsbelege für Leistungen bei Renovierungs- oder Handwerkerarbeiten rund um das Gebäude und Grundstück müssen zwei Jahre aufbewahrt werden.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Berater bei Ihrer Bank oder die für diese Themen zuständigen Behörden nicht ersetzen.

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