Rentenauskunft prüfen

Ein vollständiger Versicherungsverlauf beeinflusst die Rentenhöhe

27. Februar 2018

Lücken, falsche Daten oder Zahlendreher in der Rentenauskunft können sich auf die Höhe der Rente auswirken. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Auskünfte prüfen und fehlende Unterlagen rechtzeitig nachreichen.

Rentenkonto

Wie viel Rente erhalte ich im Alter? Eine Antwort auf diese Frage erhalten gesetzlich Rentenversicherte jährlich durch ihre Renteninformation. Vorausgesetzt sie haben das 27. Lebensjahr vollendet und zahlen seit mindestens fünf Jahren Beiträge. Die Renteninformation ist ein Orientierungswert für die aktuell erreichten Rentenansprüche und Rentenhöhen. Daran können Sie als Versicherter die Vollständigkeit der Unterlagen regelmäßig prüfen. Nach dem 55. Lebensjahr erhalten Sie alle drei Jahre eine Rentenauskunft von der Rentenkasse. Diese beinhaltet detaillierte Informationen über Ihr Rentenkonto. Zum Ende des Arbeitslebens wird ein Rentenbescheid über die endgültige Höhe der Rentenzahlungen erstellt.

Rentenkontenklärung

Nur Zeiten, die in einem Rentenbescheid aufgelistet sind, beeinflussen die Höhe der ausgezahlten Rente. Aus diesem Grund sollte Ihr Versicherungskonto vollständig sein. Mit einer Kontenklärung können Sie eventuelle Lücken rechtzeitig schließen. Reichen Sie dem Rentenversicherungsträger eventuell fehlende Dokumente nach. Dies sollten Sie spätestens ab dem 55. Lebensjahr erledigen, wenn Ihre ausführliche Rentenauskunft vorliegt. Ein wesentlicher Vorteil der frühzeitigen Rentenkontenklärung: Im Leistungsfall verkürzt sich die Zeit vom Rentenantrag beim Versicherungsträger bis zum endgültigen Rentenbescheid. Denn die Prüfung möglicher Lücken oder Zahlendreher entfällt.

Lückenloser Versicherungsverlauf

Im Hinblick auf die Rentenkontenklärung sollten Sie Unterlagen wie Schul-, Ausbildungs- und Berufsnachweise sowie Gehaltsunterlagen unbedingt aufbewahren. Bestimmte Versicherungszeiten gehen nicht automatisch bei der Rentenkasse ein. Für die Anrechnung von beruflichen Auslandsaufenthalten oder Studienzeiten, müssen Sie selbst einen Antrag stellen und diese nachweisen. Auch Kindererziehungszeiten oder die Pflege von Angehörigen gehören auf das Rentenkonto. Denn im Versicherungsverlauf muss jedes Zeitfenster vollständig sein. Nur so können Sie Lücken im Rentenkonto schließen und Ihre gesetzlichen Rentenansprüche vollständig ausschöpfen.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch Ihren Versicherungsträger oder die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

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