Immobilie finanzieren

Aufbau eines realistischen Finanzierungsplans

14. August 2017

Eine gut durchdachte Finanzierung ist das A und O beim Kauf eines Eigenheims. Wenn Sie eine Immobilie finanzieren wollen, sollte das Projekt daher genau auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Auf diese Weise können mögliche Risiken minimiert und künftige finanzielle Belastungen eingeschätzt werden.

Monatliche Einkünfte

Wie hoch sind Ihre monatlichen Einkünfte? Bei der Aufstellung aller regelmäßigen Einnahmen sollten Sie realistisch sein. Dazu zählen vor allem Nettogehälter, aber auch regelmäßige und langfristige Zahlungen wie Mieteinnahmen, Renten, Kapitaleinkünfte oder Kindergeld. Einnahmen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld werden nur dazugerechnet, wenn diese auch vertraglich sicher sind.

Monatliche Ausgaben

Der Finanzierungsplan berücksichtigt auch Ihre monatlichen Ausgaben. Die Auflistung sollte Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Kfz-Kosten, Versicherungen, Kleidung sowie Freizeitkosten für Mitgliedschaften oder sonstige Aktivitäten beinhalten. Wenn Sie laufende Kredite haben, gehören diese auch auf die Liste. Gleiches gilt für mögliche Unterhaltskosten. Zudem sollte eine monatliche Reserve für größere ungeplante Ausgaben wie zum Beispiel eine neue Waschmaschine eingeplant werden. Nach der Auflistung aller monatlichen Einnahmen und Ausgaben ergibt die Differenz den Betrag, der Ihnen für die Finanzierung Ihrer Wunschimmobilie zur Verfügung steht.

Eigenkapital beim Immobilienkauf

Um eine Immobilie zu finanzieren, ist das Eigenkapital ein wichtiger Teil des Puzzles. Warum? Je höher das Darlehen für den Kauf der Immobilie, desto teurer ist auch die Finanzierung. Wenn Sie also eine Immobilie anteilig mit Eigenkapital kaufen, senken Sie nicht nur die Finanzierungskosten, sondern können von Beginn an höher tilgen und das Objekt entsprechend schneller abbezahlen. Es empfiehlt sich, 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital mitzubringen. Zum Eigenkapital zählt zum Beispiel Guthaben auf einem Sparbuch, einem Geldmarktkonto, im Bausparvertrag oder in Aktienfonds.

Nebenkosten bedenken

Der Kaufvertrag ist neben der Kaufsumme mit weiteren Kosten verbunden. Dazu zählen Notar- und Grundbuchgebühren, Grunderwerbsteuer und in manchen Fällen auch die Maklerprovision. Nach den Kaufnebenkosten kommen für die Immobilienbesitzer automatisch auch die monatlichen Nebenkosten hinzu. Das sind Ausgaben für Strom, Wasser, Wärme, Versicherungen für die Immobilie und den Hausrat sowie die jährliche Grundsteuer. Deshalb sollte der Finanzierungsplan finanzielle Reserven berücksichtigen.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Berater bei Ihrer Bank oder die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

Lassen Sie sich bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank vor Ort zur Immobilienfinanzierung beraten.

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