Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Aufschub der Sozialversicherungsbeiträge für März und April möglich

26. März 2020

Kurz und knapp Was Sie jetzt wissen müssen

Weitere Informationen zur Stundung Ihrer Sozialversicherungsbeiträge erhalten Sie beim GKV Spitzenverband. Mustervorlagen für Ihren Antrag finden Sie bei der IHK.

Unternehmen, die in Folge der Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten, können ihre Sozialversicherungsbeiträge für März und April stunden. Der Aufschub soll Firmen in der aktuellen Notlage entlasten.

Fristen und Termine

Um die Sozialversicherungsbeiträge für den Monat März stunden zu können, müssen sich Unternehmen spätestens bis Donnerstag, den 26. März bei ihren jeweils zuständigen Krankenkassen gemeldet haben. Ein Aufschub der Beiträge für den Monat April kann bis zum 27. April beantragt werden.

Antrag auf Stundung

Nach §76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 SGB IV können Unternehmen ihre Sozialversicherungsbeiträge stunden, wenn sie sich aufgrund der Corona-Krise vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befinden oder durch die sofortige Einziehung der Beiträge in eine solche Lage geraten würden. Betroffene Unternehmen können sich hierfür direkt an ihre zuständigen Krankenkassen wenden. Der Antrag kann formlos erfolgen, muss jedoch Bezug auf §76 SGB IV und die Notlage des Unternehmens durch die Corona-Krise nehmen.

Die Aussetzung der Beitragsvollziehung für März und April können Sie gesammelt in einem Anschreiben beantragen.

Mustervorlagen für den Antrag finden Sie bei Ihrer IHK vor Ort.

Ausnahmen

Bitte beachten Sie, dass die zuständige Krankenkasse nach pflichtgemäßem Ermessen entscheidet, ob Ihnen eine Stundung zusteht. Sollte ihr Anspruch auf die Beiträge gefährdet sein – zum Beispiel durch dauerhafte Zahlungsschwierigkeiten Ihrerseits – kann die Krankenkasse die Stundung der Sozialversicherungsbeiträge verwehren. Zudem ist ein Aufschub der Beiträge in der Regel nur möglich, wenn alle Maßnahmenpakete und Unterstützungsvorkehrungen der Bundesregierung ausgeschöpft sind.

Mehr zu den Maßnahmen der Bundesregierung erfahren Sie hier.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch Ihre Krankenkasse, Ihren Versicherer oder die zuständige Behörde nicht ersetzen.