Steuerliche Hilfsmaßnahmen – Stundung von Steuerzahlungen

Unterstützung für Unternehmen bei Steuerzahlungen

31. März 2020

Kurz und knapp Was Sie jetzt wissen müssen

Was Sie tun müssen, um steuerliche Hilfsmaßnahmen bei Ihrem zuständigen Finanzamt zu beantragen, erfahren Sie auf der Website des Bundesfinanzministeriums.

Das Bundesfinanzministerium und die Landesfinanzministerien haben aufgrund der Corona-Pandemie weitere Maßnahmen getroffen, die Unternehmen finanziell unterstützen sollen. Dazu zählen die Stundung von Steuerzahlungen sowie die Anpassung von Vorauszahlungen und das Aussetzen von Vollstreckungsmaßnahmen.

Stundung von Steuerzahlungen

Die vorherrschende Pandemie hat für viele Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler weitreichende wirtschaftliche Folgen. Zur Verbesserung der Liquidität in der aktuellen Notlage sollen Betroffene steuerlich unterstützt werden. Wenn Sie in diesem Jahr fällige Steuerzahlungen nicht leisten können, haben Sie die Möglichkeit, diese Steuern später zu zahlen. Bei Genehmigung Ihres Antrags können die Steuerzahlungen befristet und grundsätzlich zinsfrei gestundet werden. Diese Hilfsmaßnahme betrifft die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer.

Weitere steuerliche Hilfsmaßnahmen

Auch die Höhe von Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer können in Anbetracht der Corona-Krise angepasst werden. Wenn Ihre Einkünfte im laufenden Jahr aller Voraussicht nach geringer ausfallen, als erwartet, erfolgt die Herabsetzung der Steuervorauszahlungen bei Antragsbewilligung.

Zudem soll auf Vollstreckungsmaßnahmen wie zum Beispiel die Pfändung von Konten sowie auf Säumniszuschläge, die in dieser Zeit gesetzlich anfallen, bis zum Ende des Jahres verzichtet werden. Voraussetzung dafür ist, dass Unternehmen unmittelbar von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sind.

So stellen Sie Ihren Antrag

Damit Sie die Stundung von Steuerzahlungen und die Anpassung von Vorauszahlungen in Anspruch nehmen können, müssen Sie bis zum 31. Dezember 2020 einen Antrag beim zuständigen Finanzamt stellen. Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler müssen dazu lediglich belegen, dass sie unmittelbar von der Pandemie betroffen sind. Eine detaillierte Auflistung über die Höhe der entstandenen Schäden ist nicht notwendig. 

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch die zuständigen Behörden nicht ersetzen.