Griechenland-Krise und ihre Auswirkungen

Konsequenzen beherrschbar und überschaubar

29. Juni 2015

Ist der Austritt Griechenlands aus der Eurozone noch zu verhindern? Falls nicht: Was bedeutet das für die Finanzmärkte? Und nicht zuletzt: Welche Risiken und Auswirkungen birgt die Griechenland-Krise für die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken?

Auswirkungen für Europa?

Die aktuelle Griechenland-Krise erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Austritts des Landes aus der Eurozone. Eine mögliche Staatsinsolvenz ist auch nicht auszuschließen. Doch ein griechischer Staatsbankrott würde überschaubare wirtschaftliche Risiken für die Eurozone bedeuten, so Uwe Fröhlich, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (BVR). "Für die Eurozone insgesamt bestehen jenseits der direkten Kosten durch den Ausfall der Staatspapiere nur überschaubare wirtschaftliche Risiken. Die europäische Wirtschaft befindet sich auf einem solideren Fundament als noch vor wenigen Jahren. Portugal, Irland und Spanien haben ihre Anpassungsprogramme erfolgreich abgeschlossen und ihre Wettbewerbsfähigkeit deutlich verbessert. Das starke Bekenntnis der Politik zum Euroraum und die Einigkeit der europäischen Regierungen in der Griechenland-Krise werden Spekulationen gegen den Euro den Boden entziehen. Mit dem europäischen Rettungsschirm European Stability Mechanism (ESM) und dem geldpolitischen Instrumentarium der Europäischen Zentralbank stehen starke Schutzmechanismen zur Verfügung."

Keine Risiken für die Genossenschaftliche FinanzGruppe

Die direkten Risiken aus Engagements in Staatsanleihen und bei griechischen Banken sind in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken gering. Fröhlich geht davon aus, dass auch die indirekten Auswirkungen aus Verspannungen an den Finanzmärkten im Fall eines Grexit, eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone, überschaubar bleiben. Dies unterstreiche die recht stabile Entwicklung von Finanzmarktindikatoren wie etwa der Anleiherenditen der Eurostaaten in den vergangenen Wochen. Vor weiteren Transferleistungen zugunsten Griechenlands etwa im Rahmen einer Vergemeinschaftung der Einlagensicherungen warnt Fröhlich. Dies würde zu einer Verunsicherung der Sparer in Staaten mit solider Einlagensicherung führen.

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