Lohnnebenkosten im europäischen Vergleich

Arbeit in Deutschland ist teurer geworden

10. Januar 2018

Die Aufwendungen für Gehälter sind für Arbeitgeber ein erheblicher Kostenfaktor. Einfluss darauf haben die Lohnnebenkosten. Diese sowie die Arbeitskosten sind in Deutschland im dritten Quartal 2017 gestiegen.

Kosten für Arbeit in Deutschland steigen

Die Lohnnebenkosten setzen sich aus verschieden Ausgaben wie Sozialabgaben, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder vermögenswirksamen Leistungen zusammen. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Lohnnebenkosten in Deutschland im dritten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahresquartal kalenderbereinigt um 2,4 Prozent an. Lohnnebenkosten und Bruttolohn zusammen ergeben die Arbeitskosten. Diese haben sich im Vergleichszeitraum um 2,2 Prozent erhöht. Auch in der Europäischen Union hat sich der Preis für Arbeit verteuert. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stiegen die Arbeitskosten im zweiten Quartal 2017 ebenfalls um 2,2 Prozent.

Deutschland liegt im europäischen Mittelfeld

Für den Standort Deutschland sind die Lohnnebenkosten ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Im Wettbewerb mit anderen europäischen Staaten liegt Deutschland preislich unter dem Durschnitt. Im Jahr 2016 zahlten die Arbeitgeber in der Eurozone für 100 Euro Bruttolohn 37 Euro zusätzlich für Lohnnebenkosten. In der Europäischen Union fielen 31 Euro an. Deutschland lag mit 28 Euro darunter. Die niedrigsten Lohnnebenkosten bezahlten Arbeitgeber in Malta. Sie gaben bei 100 Euro Bruttolohn neun Euro zusätzlich aus. Spitzenreiter 2016 war Schweden mit 49 Euro.

Das kostet eine Stunde Arbeit in Deutschland

Bei den Arbeitskosten liegt Deutschland im Vergleich zu den anderen EU-Staaten im oberen Drittel. 2016 kostete eine Stunde Arbeit durchschnittlich 33,40 Euro. Damit besetzte Deutschland Rang sieben in Europa. Der Mittelwert in der Europäischen Union lag bei 25,70 Euro, in der Eurozone bei 30 Euro. Am teuersten war eine Arbeitsstunde in Dänemark mit 43,40 Euro. In Bulgarien gaben Arbeitgeber nur 4,40 Euro pro geleisteter Stunde aus.

Lohnnebenkosten sparen

Arbeitgeber haben die Möglichkeit, ihre Lohnnebenkosten zu senken. Verringern sie ihre optionalen Leistungen, kann dies allerdings die Mitarbeiterzufriedenheit gefährden. Der bessere Weg ist eine betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung. Dabei fallen für das Unternehmen geringere Sozialabgaben an. Davon profitieren auch die Mitarbeiter des Unternehmens. Sie erhalten eine Altersvorsorge bei nur geringem Nettoaufwand.

Senken Sie Ihre Lohnnebenkosten mit einer betrieblichen Altersvorsorge für Ihre Mitarbeiter.

Finden Sie Ihre Filiale